Über uns

Unser Verein commit and act e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in Krisengebieten psychotherapeutische Unterstützung zukommen zu lassen.

Durch schwerwiegende, bedrohliche Lebensereignisse wie Krieg und Gewalt oder durch dauerhafte Stressfaktoren wie Armut, Krankheiten oder mangelnde Zukunftsperspektiven können Menschen ihren Lebenssinn verlieren, ihr Identitätsgefühl und ihren Platz in der Welt einbüßen und dauerhaft depressives Verhalten, Ängste sowie Probleme in ihrer Beziehung zu Mitmenschen entwickeln. Das Ziel von commit and act ist es, Menschen in diesen schwierigen Situationen wieder Zuversicht zu vermitteln, so dass sie Mut fassen, ihr Leben nach ihren eigenen Wertvorstellungen und Zukunftsvisionen zu gestalten.

Wir stellen langfristige Verbindungen zu Organisationen, Universitäten und Regierungsinstitutionen vor Ort her, mit deren Unterstützung wir Workshops für einheimische Therapeuten anbieten. Diese werden von erfahrenen Trainern auf der Basis wissenschaftlich fundierter, verhaltenstherapeutischer Methoden, v.a. der Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT), geleitet. Unsere Trainer vermitteln hilfreiche psychotherapeutische Strategien, die es den TeilnehmerInnen ermöglichen, in ihrem eigenen kulturellen Kontext mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen effektiv zu arbeiten.

Die Kontinuität unserer Arbeit ermöglicht einheimischen Therapeuten eine fundierte Ausbildung zu erwerben und selbst Workshops für KollegInnen und andere Berufsgruppen zu leiten um eine nachhaltige Infrastruktur für psychosoziale Unterstützung und Gesundheitsfürsorge im Land aufzubauen. Sie erhalten regelmäßige Supervision, sowohl international auf Skype durch anerkannte Trainer unserer Therapiemethode, als auch im Land selbst durch erfahrene Teilnehmer unserer Workshops. Sie berichten übereinstimmend, dass sie Menschen so effektiv helfen, mit ihren Problemen besser umzugehen, Hoffnung zu schöpfen und ihrem Leben wieder eine wertvolle Richtung zu geben.

Seit August 2015 haben wir in unserem Zentrum in Bo ein „Girls Shelter“ eingerichtet, einen sicheren Platz für monatlich 20-25 Mädchen, die Gewalt erlebt haben. Sie erhalten medizinische und psychotherapeutische Versorgung sowie Unterstützung, zur Polizei zu gehen. So können die Täter inhaftiert und bestraft werden und die Mädchen werden nach Möglichkeit wieder in ihre Gemeinschaft integriert.

Unsere Arbeit wird von der Universität Glasgow wissenschaftlich begleitet und evaluiert und von Experten der Association for Contextual Behavioral Science (ACBS) gefördert.

commit and act ist bisher vor allem in Sierra Leone und Uganda aktiv und ist in Deutschland, in Sierra Leone und in den USA als gemeinnützige Organisation angemeldet.

Auszeichnungen

„Agenda 21“ Preis der Stadt Aschaffenburg für herausragende Projekte, die den Gedanken der Nachhaltigkeit mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Zielen verbinden.

Auszeichnungen für unsere Arbeit zur Bekämpfung der Ebola Epidemie von der sierra-leonischen Regierung

  • für Hannah Bockarie, Direktorin unserer Klinik, für ihre hervorragende und exzellente Arbeit
  • für Beate Ebert, Vorsitzende unseres Vereins, für ihre herausragende Leiterschaft während der Ebola Krise in Bo District
  • für die commit and act „Kids against Ebola“, eine Initiative von Kindern, die Spenden sammeln für durch Ebola verwaiste Kinder
  • für commit and act foundation als Ganzes für die bedeutsame, exzellente Leistung jedes Mitgliedes der Organisation

Wir bedanken uns bei allen, die hierzu beigetragen haben, für ihre großzügigen Spenden und ermutigenden Worte. Unsere sierra-leonischen Freunde schöpften viel Kraft während der Ebola Krise aus dem Wissen, dass sie Unterstützung durch eine internationale Gemeinschaft haben. Wir hätten unsere Arbeit ohne euch nicht vollbringen können.

Was andere über uns sagen

Hier finden Sie Artikel und Interviews, die bisher über uns erschienen sind:

Steven C. Hayes, Mitbegründer der Acceptance and Commitment  Therapie, beschreibt wie wir ACT nutzen um Ebola-Infektionen vorzubeugen. Der wundervolle Artikel für die Huffington Post Online trägt den Titel „Den Bananenstamm küssen“ den Sie hier finden.

The Psychologist, die psychologische Zeitschrift der British Psychological Society, hat detailliert über unseren Ansatz zur Ebolaprävention  berichtet. Der Artikel ist hier zu finden.

Julia Broska, von der Welthungerhilfe, war sehr interessiert an unserem Ansatz und interviewte Direktorin Hannah Bockarie. Das Transkript und das Video des Interviews sind  hier zu finden.

1. Vorsitzende von commit and act e.V. Deutschland

Beate ist klinische Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie). Sie arbeitet in privater Praxis in Aschaffenburg und ist auf Paartherapie und Krisenintervention spezialisiert. Seit 2006 bildet sie sich in der Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT) fort und ist von der internationalen Dachorganisation Association of Contextual Behavioral Science (ACBS) als Trainerin anerkannt.

Im Vorstand des deutschen Chapters der ACBS, der Deutschsprachigen Gesellschaft für Kontextuelle Verhaltenswissenschaften (DGKV), ist sie Gründungsmitglied und aktives Vorstandsmitglied.

2009 wurde Beate von Sarah Culberson, einer Freundin mit engen Familienbanden nach Sierra Leone, dazu inspiriert, psychotherapeutische Unterstützung in Sierra Leone und anderen Krisengebieten zu leisten.

Gemeinsam mit Freunden und Kollegen gründete sie 2010 commit and act e.V., einen gemeinnützigen Verein in Aschaffenburg. Einmal im Jahr reist sie selbst mit einem Team nach Sierra Leone, um Workshops für einheimische Therapeuten und andere Berufsgruppen zu leiten, und sie ist in beständigem Kontakt mit unseren KollegInnen und Freunden vor Ort. Als erste Vorsitzende von commit and act koordiniert Beate die Weiterentwicklung des Vereins, sie ist für das Fundraising zuständig und insbesondere auch für die Unterstützung des psychosozialen Zentrums in Bo, Sierra Leone.

Im Juli 2015 erhielt sie für ihre Organisation den „Agenda 21“ Preis der Stadt Aschaffenburg, der für herausragende, nachhaltige Projekte mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Zielen verliehen wird. Für ihren Beitrag zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie erhielt sie eine Auszeichnung der sierra-leonischen Regierung für außergewöhnliche Leiterschaft.

 

Stellvertretender Vorsitzender aus Los Angeles in den USA

Tom Szabo ist ein international anerkannter ACT Trainer und zertifizierter Verhaltensanalytiker (BCBA-D). Tom arbeitet am Aufbau eines Programms für Männer, die Gewalt gegen Frauen ausgeübt haben. Sie erlernen hilfreiches Verhalten in Beziehungen und neue Möglichkeiten ihre Gedanken und Gefühle zu kontrollieren.

In Zusammenarbeit mit dem „Research Team“ von c&a erhielt Tom ein Stipendium um den Einsatz der ACT zum Aufbau der Beziehungsfähigkeit in Familien wissenschaftlich zu erforschen. Er arbeitet zudem mit dem „Social Enterprise Team“ daran, zugunsten unseres sierra leonischen Zentrums und Girls Shelters nachhaltige soziale Geschäftsideen zu generieren. Tom wurde im November 2016 zum stellvertretenden Vorsitzenden von commit and act gewählt.

 

Kassenwartin aus Aschaffenburg

Ich unterstütze seit ca. 2 Jahren bei unseren monatlichen Treffen in Aschaffenburg Beate bei der Arbeit für den Verein. Für mich ist dies eine sehr schöne und wichtige Aufgabe.

Ich arbeite als Psychologische Psychotherapeutin in Aschaffenburg und Frankfurt. Ich bin überzeugt davon, dass die Techniken der Akzeptanz und Commitment Therapie hilfreich sind. Ich finde es gut, dass diese durch den Verein auch Menschen in Sierra Leone zur Verfügung gestellt werden.

Ich bin überwältigt davon, wie viel der Verein und alle Mitglieder in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben. Ich freue mich, durch mein Engagement als Kassenwartin in Zukunft einen Teil dazu beitragen zu können.

 

Schriftführer aus Aschaffenburg

Meine erste Aufgabe im Verein war die Mitarbeit beim Benefiz-Konzert in Aschaffenburg vor 2 Jahren.

Seitdem unterstütze ich Beate bei ihrer Arbeit für den Verein. Ich bin Professor für Chemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Ich bin sehr beeindruckt davon, wieviel der Verein in den letzten Jahren in Sierra Leone bewirkt hat und freue mich deshalb darauf, bei diesem Projekt dabei sein zu können!

 

IT Infrastruktur und Buchhaltung, Aschaffenburg

Als Datenverarbeitungskaufmann ist Uwe für die gesamte internationale IT-Infrastruktur des Vereins zuständig. Er kümmert sich auch um die Programmierung und Pflege der diversen Homepages sowie aller Social Media Auftritte.

Desweiteren koordiniert er die Buchhaltung zwischen Sierra Leone und Deutschland und leitet die Büroorganisation in Aschaffenburg.

 

Leiterin unseres Zentrums in Sierra Leone

Hannah Bockarie wurde als Lehrerin am Makeni Teachers College ausgebildet und erwarb den Bachelor of Arts in Sozialarbeit. Bereits zur Zeit des Bürgerkriegs begann sie psychotherapeutisch mit Kriegsopfern zu arbeiten, ausgebildet und zertifiziert durch das International Rescue Committee (IRC) in Sierra Leone.

Später arbeitete sie als Psychotherapeutin für Ärzte ohne Grenzen und in einem kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Zentrum für Traumaopfer der Holy Rosary Sisters in ihrer Heimatstadt Bo. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in der Weiterbildung und Supervision ihrer Kollegen.

In ihrer Tätigkeit als Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin leitete sie für die internationale Jugendhilfeorganisation Don Bosco den „Girls Shelter“ in Freetown, eine Einrichtung für Mädchen, die Opfer von Gewalt geworden sind.

Hannah verfügt über fundierte Kenntnisse in der Vermittlung verschiedener Programme zur psychosozialen Gesundheitsfürsorge in ihrem Land. Während der Ebola-Krise war sie zuständig für die psychosoziale Präventionsarbeit im Distrikt Bo. In Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von Wissenschaftlern und Therapeuten entwickelte sie eine bahnbrechende Herangehensweise, die in Übereinstimmung mit der sierra leonischen Kultur sehr effiziente Verhaltensänderungen bewirkte. Die WHO unterstützte ihre Arbeit, die sie bei einem Kongress der drei von Ebola betroffenen Staaten präsentierte. Von der Staatsregierung in Sierra Leone erhielt Hannah eine Auszeichnung für ihren außergewöhnlichen, mutigen Einsatz während der Krise.

Die Association of Contextual Behavioral Science (ACBS), die Dachorganisation unserer Therapiemethode, lud Hannah zum jährlichen Weltkongress in Berlin ein, um über ihre außergewöhnliche, mutige, Arbeit in der Ebola-Krise zu berichten. Es war die dritte Teilnahme von Hannah bei einem ACBS Weltkongress (nach Parma und Washington) um sich in der Akzeptanz und Commitment Therapie weiter zu bilden.

Hannah leitet unser psychosoziales Zentrum in Bo, das sich durch die Zunahme der Gewalt gegen Mädchen nach der Ebola-Epidemie zu einem „Girls Shelter“ gewandelt hat, sie entwickelt und koordiniert unsere Programme vor Ort, leitet Trainingsworkshops in unserer Methode für andere Organisationen und führt Supervisionen für einheimische Therapeuten und andere Berufsgruppen durch.